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2. DEEPWAVE Meeres Club: Todeszonen des Ozeans

Freitag 30. März 2012, 19:00
im Deepwave Büro
Bei den Mühren 69a, 20457 Hamburg Mitte

Liebe Freunde der Meere.

Mit der neuen Veranstaltungsreihe "Meeres-Club" wollen wir uns im Jahr 2012 in neuer Form den vielen Themen "rund ums Meer" widmen. Dabei soll es einmal ganz zwanglos und in froher Runde zugehen. Und wir wollen Zeit und Raum für eine lockere Diskussion schaffen, bei Wein und Brezeln und in einem Ambiente, in dem alle Fragen möglich sind.

Dieses Mal haben wir

Jennifer Rehren

Zu Gast mit dem spannenden Thema:

"Todeszonen des Ozeans - Meeresbewohner ersticken"

Jennifer Rehren ist Biologie-Studentin des Masterstudienganges „Marine Biology“ an der Universität Bremen.

Wir freuen uns über Ihr zahlreiches Erscheinen.

Herzlichst,
Ihr Dr. Onno Groß

Hintergund: "Todeszonen des Ozeans - Meeresbewohner ersticken"

Die Zahl der Todeszonen im Meer steigt rapide an. Bisher sind über 535 solcher Zonen bekannt und diese werden sich in Zukunft noch weiter ausbreiten. Vor allem sind zunehmend auch Küstengebiete betroffen, unter anderem, wie, 2011 entdeckt, die küstennahen Bereiche der Ostsee.

Aber was sind solche Todeszonen?
Nicht nur für uns Menschen, sondern auch für viele marine Organismen ist Sauerstoff Grundlage des Lebens. In Bereichen des Meeres in denen die Konzentration an gelöstem Sauerstoff unter 2 mg/l fällt, spricht man von sogenannten Sauerstoffminimumzonen oder auch Todeszonen. Denn hier können Meerestiere wie Fische und Krebse nicht mehr atmen. Das hat fatale Folgen, gerade dann wenn es zu einer permanenten Todeszone kommt: Ganze Biotope sind gefährdet weil ihre Bewohner abwandern müssen oder verenden. Dies kann verheerende Auswirkungen auf den gesamten Bestand haben.

Die Entstehung solcher Todeszonen kann verschiedene Gründe haben. Eine entscheidende Rolle spielt der Eintrag von Nährstoffen, wie Stickstoffe und Phosphate durch den Menschen; Jährlich landen über 1 Million Tonnen Stickstoff und rund 50.000 Tonnen Phosphat in der Ostsee. Als Folge der Überdüngung steigt das Wachstum von einzelligen Algen rasant an. Die abgestorbenen Einzeller sinken auf den Meeresgrund und werden auf ihrer Reise zersetzt. Solche Prozesse kosten Sauerstoff und es entstehen Abbauprodukte wie Schwefelwasserstoff, die für sauerstoffatmende Organismen giftig sind.

Zwar wurde der Nährstoffeintrag durch Abwässer seit den 90ger Jahren in der Ostsee und Nordsee erheblich reduziert, dennoch bedarf es weiterer Maßnahmen um die Ausbreitung dieser lebensfeindlichen Zonen zu verhindern. (Quelle J. Rehren, Universität Bremen)

English summary: Hypoxic areas in the world’s oceans are steadily increasing. Jennifer Rehren will talk about the causes and implications of the so-called “Dead Zones” in the newly launched DEEPWAVE Ocean-Club.

Kontakt DEEPWAVE e.V., info@deepwave.org, 040-46856262