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  • Ozeanversauerung bremst das Algenwachstum im Südpolarmeer

    Ozeanversauerung bremst das Algenwachstum im Südpolarmeer

    Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) haben in einer aktuellen Studie erstmals gezeigt, dass sich die Ozeanversauerung negativ auf die Kieselalgen im Südpolarmeer auswirken könnte. Bei Laborversuchen konnten sie beobachten, dass die Kieselalgen bei wechselnden Lichtbedingungen im saureren Wasser deutlich schlechter wachsen. Damit widerlegt das Team um Dr. Clara Hoppe die bisher vorherrschende Annahme, der sinkende pH-Wert würde das Wachstum dieser einzelligen Algen ankurbeln. Die neuen Forschungsergebnisse erscheinen heute in der Fachzeitschrift New Phytologist.

    „Kieselalgen spielen eine wichtige Rolle im Klimasystem der Erde. Sie nehmen große Mengen Kohlendioxid auf, binden diese und transportieren einen Teil anschließend in die Tiefsee. Einmal in der Tiefsee angekommen wird das Treibhausgas dort für Jahrhunderte gespeichert“, erläutert Dr. Clara Hoppe, Biologin am AWI und Erstautorin der aktuellen Studie (mehr über die Bedeutung von Kieselalgen im Interview mit Dr. Clara Hoppe).

    Wissenschaftler sind lange davon ausgegangen, dass die fortschreitende Ozeanversauerung das Wachstum der Kieselalgen ankurbeln könnte. Ausgangspunkt dieser Annahme war die Überlegung, das zusätzliche Kohlendioxid im Wasser könnte wie Dünger wirken.

    Einen wichtigen Aspekt haben Studien zu diesem Thema in der Vergangenheit jedoch stets vernachlässigt: die Lichtbedingungen. Bei bisherigen Versuchen wurden Algen bei gleichbleibender Beleuchtung untersucht. Konstantes Licht kommt in der Natur aber sehr selten vor; insbesondere im Südpolarmeer, wo Stürme die obersten Wasserschichten oft tief durchmischen. „Wind und Strömungen befördern die Kieselalgen im Südpolarmeer mehrmals täglich von der obersten Wasserschicht in die darunter liegenden und von dort wieder zurück an die Oberfläche. Das heißt, den Algen steht über den Tag verteilt mal mehr und mal weniger Licht zur Verfügung“, erklärt Dr. Clara Hoppe.

    Unter diesen Bedingungen leiden die Kieselalgen meist darunter, dass sie zu wenig Licht abbekommen, wenn sie sich häufig in tiefen Wasserschichten befinden. Denn bei wechselnder Lichtintensität wachsen die Kieselalgen langsamer als unter konstantem Licht. Schließlich verbringen sie weniger Zeit in optimalen Lichtverhältnissen und müssen sich immer an den Wechsel von viel Licht zu wenig Licht anpassen. Diese Bedingungen wurden in Experimenten zur Ozeanversauerung bisher nicht berücksichtigt.

    Die neue Studie zeigt jetzt: Diese wechselnde Lichtintensität verändert die Reaktion auf Ozeanversauerung ganz entscheidend. „Unsere Forschung hat zum ersten Mal gezeigt, dass unsere bisherigen Annahmen vermutlich nicht weit genug reichten. Jetzt wissen wir, wenn sich die Lichtintensität stetig verändert, verändert sich auch der Effekt der Ozeanversauerung. Niedrigere pH-Werte führen dann nicht zu einer Steigerung des Wachstums, wie in den Studien unter konstantem Licht, sondern der Effekt kehrt sich ins Gegenteil um“, sagt Dr. Björn Rost vom AWI, Co-Autor der Studie.

    In den Experimenten am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven untersuchten die Wissenschaftler wie die antarktische Kieselalgenart Chaetoceros debilis unter der heutigen Meerwasserchemie bei konstanter beziehungsweise wechselnder Lichtintensität wächst – und wie sich die Auswirkungen der verschiedenen Lichtbedingungen im saureren Wasser verändern.

    In der neuen Studie konnte gezeigt werden, dass in der Kombination von wechselnden Lichtbedingungen und Ozeanversauerung überraschende Wechselwirkungen zwischen beiden Umwelteinflüssen bestehen. Im Zukunftsszenario mit saurerem Wasser und ständig wechselnden Lichtintensitäten nahm die Biomasseproduktion der Kieselalgen so bis zur Hälfte ab.

    Die Ergebnisse verdeutlichen auch, dass die Kieselalgen unter Ozeanversauerung besonders empfindlich darauf reagieren, wenn ihnen phasenweise mehr Licht als nötig zur Verfügung steht. „Ab einer bestimmten Intensität beginnt das Licht, einen Teil der Photosynthese-Kette auszuschalten und sogar zu zerstören. Wir sprechen hier von Hochlichtstress. In diesen Phasen muss die Algenzelle also viel Energie darauf aufwenden, um die vom Licht verursachten Schäden wieder zu reparieren. Dieser Punkt, an welchem aus genügend Licht zu viel Licht wird, tritt im saureren Wasser schneller ein“, sagt Dr. Clara Hoppe.

    Für ihre Experimente untersuchte das Team um Dr. Clara Hoppe ausschließlich die Kieselalgenart Chaetoceros debilis. „Es ist zwar schwierig von einer Art auf alle anderen zu schließen, aber Chaetoceros gehört zu den wichtigsten Kieselalgen, welche in Algengemeinschaften häufig dominieren. Außerdem haben vorherige Studien gezeigt, dass sie wie eine typische Kieselalgenart auf die Ozeanversauerung reagiert“, erklärt die Biologin.

    In den kommenden Jahren werden Clara Hoppe, Björn Rost und ihre Kollegen weiter untersuchen, wie verschiedene Algenarten darauf reagieren, wenn sich ihr Lebensraum verändert, welche Arten profitieren und welche leiden. Ihren Fokus legen die AWI-Wissenschaftler dann allerdings auf die Planktongemeinschaften im Arktischen Ozean.
    Zum Interview mit
    Dr. Clara Hoppe:
    http://www.awi.de/index.php?id=7485&L=1

  • Petition : Kampf gegen die EU-Überfischung

    ActNow_overfishing

    Unterstützen Sie den EU-Kommissar für Fischerei im Kampf gegen die Überfischung

    Bestärkt von hunderttausenden Bürgern haben Entscheidungsträger eine historische Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik beschlossen, die die Überfischung in der EU beenden soll.

    Karmenu Vella, der neue EU Kommissar für Umwelt, maritime Angelegenheiten und Fischerei, benötigt Ihre Unterstützung, um die rasche und effektive Umsetzung dieser Vereinbarung sicherstellen zu können.

    Werden Sie ein Teil dieser Kampagne. Unterschreiben Sie die Petition an Karmenu Vella und leiten Sie sie an Ihre Freunde weiter – gemeinsam können wir unseren Teil dazu beitragen, die Überfischung in der EU zu beenden.

    Der Kurze link zur Petition ist http://bit.ly/Überfischung.

  • "So unbekannt wie die Mond-Rückseite" - Meeresschützer warnen vor Folgen des Tiefseebergbaus

    "So unbekannt wie die Mond-Rückseite" - Meeresschützer warnen vor Folgen des Tiefseebergbaus - (epd-Gespräch)
    epd-Gespräch: Dieter Sell

    Bremerhaven, Hamburg (epd). Meeresschützer haben am Wochenende auf der Jahrestagung des deutschen Pazifiknetzwerkes im Klimahaus Bremerhaven vor den Gefahren des Tiefseebergbaus gewarnt. Mögliche Auswirkungen seien noch gar nicht umfassend erforscht, sagte Onno Groß von der Hamburger Meeresschutzorganisation "Deepwave" am Rande der Tagung dem Evangelischen Pressedienst (epd). Der Tiefseebiologe beteiligte sich als Experte an dem Treffen, das am Sonntag gegen Mittag zu Ende gehen sollte.

    Mineralische Rohstoffe aus der Tiefsee gewännen aufgrund der starken Nachfrage und des Anstiegs der Metallpreise an Bedeutung, erläuterte Groß. Besonders wichtig seien Manganknollen, kobaltreiche Eisen- und Mangankrusten sowie Massivsulfide, Erzschlämme und Seltene Erden. Doch so lange nicht genügend Daten zur Abschätzung der Risiken vorlägen, sollten keine Schürflizensen vergeben werden, mahnte Groß. "Zuvor sollte die Wiederverwertung von Metallen wie Kupfer intensiviert werden - dann wäre ein solcher Schritt in die Tiefe gar nicht nötig."

    Die Technik und die Erkundung der Vorkommen seien so weit entwickelt, dass nun der Abbau bevorstehe. Doch die Lebensformen in der Tiefsee und die Folgen des Bergbaus in diesem Bereich seien "in etwa so unbekannt wie die Mond-Rückseite - die Forschung weiß noch viel zu wenig". Ein kleiner Eingriff des Menschen könne Tierarten zum Aussterben verurteilen, die noch nicht einmal entdeckt worden seien.

    Das treffe auch auf Unterwasser-Geysire zu, sogenannte "Schwarze Raucher", in deren Umfeld besonders viele Metallsulfide lagerten. Sie seien aber gleichzeitig "Hotspots der Artenvielfalt", die der Tiefseebergbau bedrohe. Zu den Gefahren zählten die Verwüstungen der Abbau-Geräte, aber auch aufgewirbelte Sedimente und Abraum-Wolken im Wasser, die Organismen zudeckten und abtöteten - "sogar weit entfernt vom Abbaugebiet, weil sie mit der Strömung weitergetragen werden".

    Die Internationale Meeresboden-Behörde mit Sitz in Kingston/Jamaika hat Groß zufolge weltweit bisher 26 Lizenzen zur Exploration und zwei weitere für den Abbau Tausende Meter unter dem Meeresspiegel vergeben. So wolle die kanadische Bergbaufirma Nautilus Minerals noch in diesem Jahr vor Papua-Neuguinea in 1.600 Meter Tiefe Kupfer und Gold schürfen, obwohl die Folgen noch gar nicht klar seien. Dabei könnten ganze Lebensgemeinschaften in der See vernichtet werden.

    Auch Deutschland beteilige sich am Tiefseebergbau und halte zwei Explorationslizensen für Manganknollen im Pazifik westlich von Peru und ein Gebiet mit Massivsulfiden im Indischen Ozean östlich von Madagaskar. Doch auch da müsse noch umfassend geforscht werden, um die Folgen des Abbaus einschätzen zu können. So sei das neue deutsche Forschungsschiff "Sonne" jetzt im Frühjahr zu deutschen, belgischen und französischen Lizenzgebieten unterwegs.

    # epd-Service
    ## Internet
    Meeresschutzorganisation "Deepwave": www.deepwave-blog.de
    Internationale Meeresboden-Behörde mit Sitz in Kingston/Jamaika: www.isa.org.jm
    Informationen von Nautilus Minerals zum "Solwara 1 Project" vor Papua-Neuguinea: http://u.epd.de/a8r
    www.pazifik-infostelle.org

    ## Orte
    Jahrestagung des deutschen Pazifiknetzwerks im Klimahaus Bremerhaven, Am Längengrad 8, 27568 Bremerhaven

  • Gewinnspiel: Verlosung von 5 mal 2 Eintrittskarten für den Heldenmarkt Hamburg

    Heldenmarkt_deepwave

    Gewinnspiel: Verlosung von 5 mal 2 Eintrittskarten für den Heldenmarkt Hamburg
    Jetzt Mitglied bei Deepwave e.V. werden und Eintrittskarten gewinnen!

    Bankverbindung: Hamburger Sparkasse BLZ: 200 505 50 Kto.-Nr.: 1208 116 713
    IBAN (SEPA): DE10 20050550 1208116713 BIC: HASPDEHHXXX

    Bei weiteren Fragen zur Mitgliedschaft, einer Anmeldungen oder zum Newsletter, etc. kontaktieren Sie uns bitte unter: info@deepwave.org

    Wir freuen uns, Sie auf den zweiten Hamburger Heldenmarkt einladen zu können!
    Nach der Premiere im letzten Jahr kommt der Heldenmarkt, Deutschlands führende Messe rund um nachhaltigen Konsum und nachhaltige Lebensstile, wieder in die Hansestadt, genauer gesagt in das Crusie Center Altona. Mit der Messe möchten die Veranstalter eine Lebensweise aufzeigen, die im Einklang mit den ökologischen und sozialen Ressourcen der Erde steht. Anstatt auf Konsum zu verzichten, zeigt der Heldenmarkt, dass es bewusste Alternativen gibt, die biologisch, fair und meist regional erzeugt werden.

    Neben AusstellerInnen aus allen Bereichen des alltäglichen Lebens wird die Messe durch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit informativen Fachvorträgen, Workshops, Ausstellungen, einem Bühnenprogramm sowie mehrfach stattfindenden Tombola-Verlosungen begleitet. Die Vorträge vermitteln Wissenswertes rund um Themen wie faire Elektronik, die Bedeutung der Bienen für Natur- und Kulturpflanzen, Fleischkonsum vs. vegan und beschäftigen sich mit der Frage, wie unendliches Wachstum in einer endlichen Welt möglich sein soll.

    Auch der Gründer und erste Vorsitzende von DEEPWAVE e. V., Onno Groß, wird am Sonntag (22.2) um 15 Uhr einen Vortrag mit dem Titel „Die Zukunft der Ozeane“ halten.

    Wie kann das „Menschheitserbe Meer“ heute und in Zukunft besser geschützt werden?
    Wie ist mit der Bedrohung durch Plastikmüll, Pestizide, Abwässer, Ölunfälle und Überfischung umzugehen und wie kann jeder einzelne etwas zu einer positiven Veränderung beitragen?

    Der Heldenmarkt vereint unterschiedliche Ansätze, zeigt Produktalternativen und liefert Hintergrundinformationen die mehr Lust auf das Entdecken und Ausprobieren alternativer Lebensstile machen. Der Heldenmarkt ist damit eine wertvolle Adresse für alle Nachhaltigkeitsinteressierten und diejenigen, die es gerne werden wollen.

    Crusie Center Altona / Van-der-Smissen-Straße 5 / 22767 Hamburg
    Samstag, 21.02.2015 von 10.00 - 20.00 Uhr / Sonntag, 22.02.2015 von 10.00 - 18.00 Uhr

    www.heldenmarkt.de/hamburg/
    www.facebook.com/Heldenmarkt

  • Seeschifffahrt hält neue SECA-Grenzwerte überwiegend ein

    BSH: Seeschifffahrt hält neue SECA-Grenzwerte überwiegend ein

    Mit wenigen Ausnahmen setzt die Seeschifffahrt regelkonformen Treibstoff mit Schwefelgehalten bis 0,10 Prozent Schwefelmasseanteil ein. Dies ist seit dem 1. Januar 2015 der zulässige Schwefelgehalt in Schiffskraftstoffen. Von den knapp 600 im Januar 2015 untersuchten Schiffsbewegungen waren rund 95 Prozent regelkonform.

    Dies ist das Ergebnis der Messungen entlang der Elbe, die das BSH und das Institut für Umweltphysik der Universität Bremen im Rahmen des Forschungsprojektes MeSMarT (Measurements of shipping emissions in the marine troposphere) seit 1. Januar 2015 durchgeführt haben. Stationen in Wedel und auf Neuwerk messen die Emissionen im laufenden Schiffsverkehr. Auswertealgorithmen ermöglichen es, aus der Messung der Abgaszusammensetzung Informationen über die Qualität des Treibstoffs abzuleiten, den die Schiffe verwenden. Mit diesen Ergebnissen können Schiffe mit auffälligen Werten im Treibstoff im nächsten Hafen gerichtsfest untersucht werden. Ein Ausbau der Überwachung auf weitere Standorte im Nord- und Ostseeraum wird zurzeit geprüft, ebenso die Möglichkeit, mittelfristig die Stationen automatisiert zu betreiben. Gleichzeitig testen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Überwachung auf offener See durch den kampagnenartigen Einsatz der Messsysteme auf Forschungsschiffen.

    Damit sollen gleiche Wettbewerbsbedingungen beim Betrieb von Seeschiffen sichergestellt werden. Die vorhandenen großen Preisunterschiede unterschiedlicher Treibstoffqualitäten können sonst zu einer Wettbewerbsverzerrung führen.

    Seit dem 1. Januar 2015 gelten in besonderen Emissionsüberwachungsgebieten (Sulfur Emission Control Areas SECA) wie der Nordsee und der Ostsee verschärfte Qualitätsanforderungen an Treibstoffe, die auf Schiffen eingesetzt werden dürfen. Der Grenzwert ist durch die IMO (Internationale Seeschifffahrtsorganisation) im Übereinkommen MARPOL (International Convention for the Prevention of Marine Pollution from Ships) in Anlage VI sowie durch die EU-Schwefelrichtlinie 1999/32/EG festgelegt. Seit Inkrafttreten der neuen Grenzwerte zum 01.01.2015 wird die Einhaltung überwacht. Europäische Staaten kontrollieren verstärkt die Schiffstreibstoffe sowohl durch Prüfung der erforderlichen Dokumentationen als auch durch Probenahmen an Bord. Die Ergebnisse dieser Kontrollen tauschen sie über eine Datenplattform der Europäischen Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs (EMSA) aus. Darüber hinaus arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor allem im Ostsee- und Nordseeraum an der Entwicklung neuer effizienter Methoden zur Überwachung der Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte mittels Fernerkundung, wie beispielsweise im MeSMarT-Projekt.

    SECA Schwefelgehalt Nov-Jan

    Häufigkeitsverteilungen der Schwefelgehalte in Schiffskraftstoffen. Grundlage sind Messungen der Schiffsabgase im laufenden Schiffsverkehr entlang der Elbe in den letzten drei Monaten. Die Graphik zeigt deutlich, dass zunehmend höherwertige schwefelarme Kraftstoffe verwendet werden.

    Das BSH ist Partner für Seeschifffahrt, Umweltschutz und Meeresnutzung, der Seeschifffahrt und maritime Wirtschaft unterstützt, Sicherheit und Umweltschutz stärkt, nachhaltige Meeresnutzung fördert, Kontinuität von Messungen gewährleistet und über den Zustand von Nord- und Ostsee kompetent Auskunft gibt.
    Das BSH mit Dienstsitz in Hamburg und Rostock ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.

  • Fischer Wind für die Dorschfischerei

    fischnetz

    Fischer Wind für die Dorschfischerei

    In Deutschland entwickeltes Netz mit Leitplanke und Notausgängen gewinnt internationalen Innovationspreis für selektive Fischerei

    Große Freude im Thünen-Institut für Ostseefischerei in Rostock: Ein maßgeblich dort mit europäischen Partnern entwickeltes Netz, das FRESWIND, ist in den USA bei dem weltweiten Smart-Gear-Wettbewerb mit dem Runner-up Preis ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 10.000 Dollar dotiert. In dem alle zwei Jahre ausgeschriebenen internationalen Wettbewerb des WWF werden innovative Ideen prämiert, die den unerwünschten Beifang in der Fischerei reduzieren können.

    Selektives Fangen – dieses Prinzip rückt in der modernen Fischerei immer stärker in den Vordergrund. Dr. Christopher Zimmermann, Leiter des Thünen-Instituts für Ostseefischerei, erläutert warum: „Die EU hat die Fangregularien neu gefasst. Ab 2015 müssen die Fischer in vielen Fällen alle gefangenen Fische, für die es eine Fangquote gibt, anlanden. In der Fischerei auf Dorsch zum Beispiel geht auch immer eine erhebliche Anzahl Schollen mit ins Netz. Bisher wurde der unerwünschte Beifang einfach wieder über Bord gegeben. Unter den neuen Regeln muss die Dorschfischerei stoppen, wenn die Schollen-Fangquote ausgeschöpft ist.“

    Hier kommt der neue Netztyp FRESWIND ins Spiel: Ein Netz mit Leitplanken und Notausgängen, das nacheinander verschiedene Fischarten aussortiert – die Forscher nennen das „Mehrarten-Selektion“. Untermaßige, also zu kleine Dorsche können schon bei herkömmlichen Netzen am Netzende durch Fluchtfenster – größere Maschen – entkommen. Doch wenn Plattfische wie Schollen diese Maschen verstopfen, ist der Fluchtweg versperrt. Das FRESWIND-Netz hat daher vor dem hinteren Bereich des Netzendes parallel angeordnete Gitterstrukturen eingebaut, durch die die Plattfische durchschlüpfen können. Unterwasserbeobachtungen haben aber gezeigt, dass sie eher in der Netzmitte bleiben. Daher haben die Thünen-Wissenschaftler zusätzlich eine Art Leitplanke mittig eingebaut, die die Fische zwingt, nach außen auszuweichen und in Richtung Gitter zu schwimmen.

    Erste Tests auf dem Forschungsschiff Clupea und auf kommerziellen Kuttern haben die Erwartungen der Konstrukteure übertroffen: Der Plattfischbeifang konnte um über 60 % reduziert werden, der Fang untermaßiger Dorsche um 30 %, während der Verlust an vermarktbaren Dorschen sehr gering war. Gleichzeitig ließ sich die Netzkonstruktion auf dem Kutter gut handhaben – ein entscheidendes Argument für die Anwendung in der Praxis.

    Die Prämierung beim Smart-Gear-Wettbewerb gibt den Wissenschaftlern neuen Auftrieb. Juan Santos vom Thünen-Institut für Ostseefischerei: „Dass sich unsere neue Entwicklung gegen weltweite Konkurrenz durchsetzen konnte, freut uns sehr. Auch künftig wird es immer mehr darauf ankommen, Netze so zu konstruieren, dass die Körperform und das Verhalten der Fische artspezifisch berücksichtigt werden.“ Für das FRESWIND-Netz sehen die Forscher noch weitere Anwendungen: Verändert man die Abstände der Gitterstäbe, lässt sich das Netz leicht an eine andere Größenselektion der Zielart oder sogar an andere Fischereien anpassen. Die Entwicklung technischer Lösungen, um wirklich nur die gewünschten Fische zu fangen und die unerwünschten im Meer zu lassen, ist offenbar noch lange nicht ausgereizt.
    Weitere Informationen:

    http://vimeo.com/channels/801304 - Video zur Entwicklung des FRESWIND-Netzes mit Unterwasseraufnahmen
    http://www.ti.bund.de/media/publikationen/wissenschaft-erleben/wissenschaft_erleben_2014-2.pdf

  • How will ocean acidification impact marine life?

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    How will ocean acidification impact marine life?

    A new analysis provides a holistic assessment of the impacts of climate change and ocean acidification on marine organisms including coral, shellfish, sea urchins, and other calcifying species.

    Many marine organisms—such as coral, clams, mussels, sea urchins, barnacles, and certain microscopic plankton—rely on equilibrated chemical conditions and pH levels in the ocean to build their calcium-based shells and other structures. A new analysis published in the journal Environmental Science and Technology provides a holistic analysis of how species will be affected worldwide under different climate scenarios.

    “Calcifying species are indispensable for ecosystems worldwide: they provide nursery habitats for fish, food for marine predators, and natural defenses for storms and erosion.
    These species are also particularly vulnerable to ocean acidification triggered by increased fossil fuel emissions,” says IIASA researcher Ligia Azevedo, who led the study.

    Just as carbonated soda water is more acidic than flat tap water, higher levels of carbon dioxide (CO2) in the ocean cause the water to become more acidic. And high acidity makes it more difficult for calcifying species to make their calcium structures such as shells, reefs, and exoskeletons.

    “Previous studies have shown that marine species were being negatively affected by decreasing ocean pH levels. But until now most studies looked at individual species. This study is one of the first to analyze the impact on the whole community of calcifying species, while also looking at both pH levels and CO2 partial pressure,” says Azevedo.

    The study examines the impact of increased ocean acidity on species growth, reproduction, and survival. It used two climate change scenarios from the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) Fifth Assessment Report (AR5): In the low emissions scenario, ocean pH is projected to decrease from 8.1 to 7.95, while in the high emissions scenario, median ocean pH is expected to decrease to 7.80. (Lower pH indicates higher acidity).

    The analysis finds that under the high emissions scenario, between 21-32% of calcifying species would be significantly affected, based on a threshold of 10% of a species population being affected. In the low emissions scenario, only 7-12% of species would be affected.

    Azevedo notes that while the study is an important new milestone for ocean acidification research, it does not show what level of impact which species population can handle, that is, how much acidification is too much.

    “It’s hard to say what the level of impact would mean for different organisms – a 10% rate could be no problem for some species, but for other more sensitive species it could mean one step closer to local extinction,” explains Azevedo.

    The study also emphasizes that much uncertainty remains about the level of acidification that would lead to major impacts on calcifying species – in part because of varying experimental results.

    The researchers say that the analysis is an important step forward to provide policymakers a better understanding of the big picture of climate impacts on the ocean.
    Azevedo says, “The main benefit of this study is to provide a new research framework that policymakers could use for climate policy planning, life cycle impact assessment, and environmental risk assessment.”

    The study was funded in part by a grant from the European Research Council to explore the balance of carbon, phosphorus, and nitrogen in the environment.

    Reference
    Azevedo LB, Schryver AD, Hendriks AJ, and Huijbregts MAJ. 2015. Calcifying Species Sensitivity Distributions For Ocean Acidification. Environmental Science and Technology. doi:10.1021/es505485m http://pubs.acs.org/doi/full/10.1021/es505485m (Open Access)
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    IIASA is an international scientific institute that conducts research into the critical issues of global environmental, economic, technological, and social change that we face in the twenty-first century. Our findings provide valuable options to policy makers to shape the future of our changing world. IIASA is independent and funded by scientific institutions in Africa, the Americas, Asia, Oceania, and Europe. www.iiasa.ac.at
    more information:

    http://pubs.acs.org/doi/full/10.1021/es505485m

  • Frischer Fisch: 150 Millionen Jahre alt

    jurafisch

    Frischer Fisch: 150 Millionen Jahre alt

    Ein Forscherteam des Jura-Museum Eichstätt (SNSB-JME) und des American Museum of Natural History (AMNH) untersuchte in einer Forschungsgrabung in den jurazeitlichen Plattenkalken von Ettling ein einzigartiges marines Ökosystem, das von Fischen dominiert war. Die Forschungsgrabung Ettling des Jura-Museums Eichstätt liefert außergewöhnlich gut erhaltene Fossilien. Die hervorragende Fossilerhaltung ermöglicht auch die Beantwortung von Fragen zur Ökologie und Paläobiologie. Zudem liefert die Fundstelle zahlreiche, bisher noch unbekannte Arten. Die Ergebnisse der von der Volkswagenstiftung finanzierten Studie sind in der renommierten Fachzeitschrift PLOS ONE erschienen.

    „Die Plattenkalke von Ettling sind Ablagerungen eines unabhängigen Beckens innerhalb des großen Solnhofener Archipels, eines rund 150 Millionen Jahre alten tropisch warmen Flachmeeres, das von verstreuten Inseln, Schwamm- und Korallenriffen, Sandbarren und tieferen Becken geprägt war“ erläutert Dr. Martina Kölbl-Ebert, die an der Studie beteiligte Leiterin des Jura-Museums Eichstätt.

    In den Becken lagerten sich die Solnhofener Plattenkalke ab, die durch ihre außerordentlich gut erhaltenen Wirbeltierfossilien, darunter der Urvogel Archaeopteryx, weltberühmt sind. Die Forschungsgrabung Ettling erschließt eines dieser Plattenkalkbecken. Während in den bekannten Plattenkalkbecken von Eichstätt, Solnhofen und anderswo Fische rund 10 bis 20% der Funde ausmachen, sind in Ettling über 95% aller Fossilien Fische, während beispielsweise Krebse extrem selten sind und Tintenfische völlig fehlen.

    Interessanterweise sind viele der Ettlinger Fische neue, bisher unbekannte Arten. „Sie bieten Informationen über die frühe Entwicklungsgeschichte der modernen Strahlenflosser und machen Ettling zu einem herausragenden Fenster in die Erdgeschichte“ freut sich Dr. Jennifer Lane, die als Research Associate des AMNH an der Studie beteiligt ist.

    Die Untersuchung von Mageninhalten, Fraßresten und fossilem Kot ergänzt die anatomische Untersuchung der Fischfossilien und bestätigt die dort gewonnene Erkenntnis, dass die Nahrungsketten des Ettlinger Ökosystem jenseits des Planktons im Wesentlichen aus Fischen unterschiedlicher Größe bestand.

    „Dieses ungewöhnliche Ökosystem mit seiner teils einzigartigen Fischfauna unterscheidet diese Fundstelle von den bekannteren Plattenkalkbecken des Solnhofen Archipels und ist wahrscheinlich die Folge einer Isolation dieses Beckens. Die Ettlinger Fauna demonstriert, wie wichtig es ist, die einzelnen Plattenkalkbecken der Solnhofener Plattenkalke getrennt zu untersuchen. Nur so lassen sich die ökologischen Zusammenhänge verstehen“ betont Grabungsleiter und Fischspezialist Dipl.-Geol. Martin Ebert.

    Originalveröffentlichung:
    Ebert, Martin; Kölbl-Ebert, Martina; Lane, Jennifer (2015): Fauna and Predator-Prey Relationships of Ettling, an Actinopterygian-Fish Dominated Konservat-Lagerstätte from the Late Jurassic of Southern Germany. PLOS ONE http://dx.plos.org/10.1371/journal.pone.0116140

    Weitere Informationen:

    http://www.snsb.de
    http://www.jura-museum.de
    http://dx.plos.org/10.1371/journal.pone.0116140

  • Ölförderung vor den Malediven: Unterwasserparadies in Gefahr

    Notruf aus den Malediven

    Ölförderung vor den Malediven: Unterwasserparadies in Gefahr

    Noch sind die Korallenriffe der Malediven eine meeresbiologische Schatztruhe. Letztes Jahr besuchten mehr als 1,2 Millionen Touristen die Inselgruppe. Doch das Ferienparadies ist in Gefahr. Bereits 2014 wurden erste Voruntersuchungen zum Ölvorkommen vor dem Inselstaat durchgeführt. Mit extrem lauten Schallkanonen will die nationale Ölfirma nun umfassende seismische Explorationen veranlassen. Auch Probebohrungen sind geplant. Die maledivische Regierung behandelt die Ölsuche streng geheim – nur wenig sickerte dazu bisher an die Öffentlichkeit. Die Meeresschutzorganisation OceanCare lanciert heute die internationale Protestkampagne „Notruf aus den Malediven“. Dass ein solcher Protest Wirkung erzielen kann, wurde 2014 deutlich: In den Gewässern um die Balearen konnte die Ölsuche so vorläufig verhindert werden.

    Die staatliche Ölfirma Maldives National Oil Company (MNOC) plant vor den heimischen Atollen nach Erdöl zu suchen. Betroffen wären einige der letzten mehrheitlich intakten Unterwasserwelten. Ölsuche und Ölförderung bringen Umweltprobleme mit sich, die sowohl die Meerestiere als auch das fragile Ökosystem der Malediven ernsthaft bedrohen. „Das Gleichgewicht dieses Unterwasserparadieses im Indischen Ozean hängt an einem seidenen Faden. Die Riffe sind bereits durch Übernutzung und Klimawandel stark unter Druck. Nun stellt der Lärm der Erdölsuche eine weitere Gefahr für die Delphine, Schildkröten, Fische und anderen Meerestiere rund um die Malediven dar. Wir wollen dafür sorgen, dass die Unterwasserwelt der Malediven vom Lärm der Druckluftkanonen verschont bleibt.“, so Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare.

    Ausverkauf des eigenen Unterwasserparadieses

    Der maledivische Präsident Abdulla Yameen hat die Suche nach Erdöl unter dem Meeresgrund vor den Malediven 2014 zum Wahlversprechen gemacht. Die Regierung plant, die Malediven als Ölförderland zu bewerben, will die Ölsuche an sich aber geheim halten. Tatsache ist, dass das deutsche Forschungsschiff „Sonne“ im August 2014 bereits seismische 3D-Voruntersuchungen gemacht hat –100 Seemeilen östlich der Region von Laamu und des Thaa Atolls. Gemäss dem Fischereiminister Mohamed Shainee habe man dabei Gestein aus Kohlenwasserstoffen gefunden. „Es ist zynisch, dass eine Region, die so stark durch die globale Erwärmung bedroht ist, selbst fossile Brennstoffe erschliessen möchte“, kritisiert die OceanCare-Präsidentin.

    Die Regierung der Malediven prüft die Ergebnisse der Voruntersuchungen im ersten Quartal 2015. Auf die Suche nach Rohöl spezialisierte Unternehmen aus Norwegen und Deutschland wurden gebeten, bei der Auswertung zu helfen. Drittparteien wird der Zugang zu den Ergebnissen verwehrt.

    Weitere seismische Tests und Probebohrungen sollen folgen. Die MNOC wird unter anderem mit den Vorbereitungen für die Vergabe von Lizenzen für seismische Explorationen beauftragt. Indien hat bereits zugesagt, bei der Förderung des Rohöls zu helfen, ehe es in den Nachbarländern Indien, Sri Lanka und Singapur raffiniert werden soll. Gemäss MNOC soll ein Grossteil des Erdöls den Bedarf der Malediven selber decken.

    Protest „Notruf aus den Malediven“

    OceanCare lanciert heute die weltweite Protestkampagne „Notruf aus den Malediven“. Damit informiert die Organisation als Initiantin der internationalen Koalition „Silent Oceans“ über die drohende Gefahr und animiert zum E-Mail-Protest an die Adresse des Tourismus-Ministers der Malediven. Die Suche nach Öl in der Region muss umgehend eingestellt werden. „Lokale Umweltverbände sind tief besorgt. Einer davon, Ecocare Maldives, hat OceanCare konkret um Hilfe gebeten. Wir hoffen nun auf die Unterstützung einer breiten Öffentlichkeit sowie der Tourismusindustrie, um unserem Protest Gewicht zu verleihen“, sagt Lüber.

    Ausserdem wird OceanCare, gemeinsam mit den Partnern der Silent Oceans-Koalition in einem detaillierten „Statement of Concern“ die maledivische Regierung öffentlich mit den negativen Aspekten der Ölförderungspläne konfrontieren und ihre ernsthafte Besorgnis zum Ausdruck bringen.

    Druck der Öffentlichkeit wirkt

    Was das Engagement der Öffentlichkeit erreichen kann, hat sich auf den Balearen gezeigt: In den Gewässern dieser Inselgruppen konnte OceanCare, zusammen mit ihren Koalitionspartnern und dank dem Protest der Lokalbevölkerung, den Einsatz der gefährlichen Schallkanonen vorläufig verhindern. Auch auf den Kanarischen Inseln erwirkte die lokale Bevölkerung den Rückzug des Ölkonzerns Repsol.

    „Die Tatsache, dass Ölfirmen auf die Erschliessung eines weiteren fragilen Lebensraums und beliebten Reiseziels drängen, dürfte wiederum für Empörung sorgen“, meint Lüber abschliessend.

    Weiterführende Links und Informationen

    Email-Protest und alle relevanten Infos auf: www.silentoceans.org
    Kampagnenvideo: https://vimeo.com/oceancare/malediven

    Malediven: Wasserwelt von unschätzbarem Wert

    Dank der zahlreichen Korallenriffe findet sich auf den Malediven einer der grössten maritimen Artenreichtümer des Planeten. Die Riffe des Inselstaates bilden das siebtgrösste Riff der Welt. Sie beherbergen rund 250 verschiedene Korallen- und über 1 000 Fischarten. Jährlich reisen Tausende Tauchsportbegeisterte auf die Inselgruppen im Indischen Ozean. Der Tourismus und die Fischerei bilden die wichtigsten Wirtschaftszweige und machen 90% des Bruttoinlandsprodukts der Malediven aus. Beide Standbeine seien durch die mit der Ölsuche und Ölförderung einhergehenden Umweltproblemen gefährdet, sorgt sich die lokale Nichtregierungsorganisation Blue Peace.

    Erdölsuche: Tödliche Gefahr für Meerestiere

    Ölexplorationsschiffe benützen seismische Druckluftkanonen – so genannte Airguns –, um Ölvorkommen unter dem Meeresgrund zu sondieren. Der Explosionsschall von bis zu 260 dB durchdringt das Meereswasser Tausende von Metern bevor er bis zu hunderte Kilometer weit in den Boden eindringt. Bis zu 20 Kanonen werden gleichzeitig abgefeuert. Jede von ihnen generiert alle 10 bis 15 Sekunden eine Schallemission und dies während 24 Stunden pro Tag, oft über Monate hinweg im selben Gebiet. Diese Schallwellen gehören zum intensivsten und lautesten Lärm, den Menschen erzeugen, und können für die Meerestiere tödlich sein.

    OceanCare
    OceanCare setzt sich seit 1989 weltweit für die Meeressäuger und Ozeane ein. Mit Forschungs- und Schutzprojekten, Umweltbildungskampagnen sowie intensivem Einsatz in internationalen Gremien unternimmt die Organisation konkrete Schritte zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den Weltmeeren. Seit Juli 2011 ist OceanCare von den Vereinten Nationen als Sonderberaterin für den Meeresschutz anerkannt. www.oceancare.org

    Silent Oceans
    Unter dem Namen "Silent Oceans" fordert ein von OceanCare initiierter Zusammenschluss 22 internationaler Organisationen eine weltweit verbindliche Obergrenze für Unterwasserlärm, eine global koordinierte Strategie zur Lärmreduktion, ein Verbot der Beschallung sensibler Meeresgebiete, lärmdämmende Verfahren an den Emissionsquellen, die Überwachung der Auswirkungen von Lärm in den Ozeanen und die Übernahme von Verantwortung von Lärmverursachern für die Auswirkungen ihres Handelns. www.silentoceans.org

  • Einladung zur 11. Mitgliederversammlung am Freitag 6.2.2015

    Einladung zur 11. Mitgliederversammlung am Freitag 6.2.2015

    Sehr geehrtes Mitglied, liebe Freunde und Förderer des Meeresschutzes,

    Für 2015 wünschen wir Ihnen alles Gute; Glück und Erfolg, vor allem aber Gesundheit!

    Für DEEPWAVE beginnt ein neues Jahr immer mit einer Mischung aus Hoffnung und Entschlossenheit. Denn unser Verein hat sich im letzten Jahr weiterhin mit vielen Aktionen für den Meeresschutz eingesetzt: Dazu gehörten mehrere Vorträge, Infostände im Tropenaquarium Hagenbeck oder beim Methfesselfest, der Strandmüllsammeltag am
    Övelgönner Elbstrand u.v.m.

    Außerdem veranstalteten wir zum zweiten Mal das Filmfestival „Beneath the Waves“, mit tollen Kurzfilmen und einem rappelvollen Kino.

    Im Frühjahr 2014 wurde unsere Meeresfibel gedruckt und wir haben einige Tausend mittlerweile an Schulen und viele Interessierte verteilen können. Die Ausstellung der Originalzeichnungen ist nach dem Zoologischen Museum bis Mai 2015 im Ostsee-Center Eckernförde zu besichtigen (meeresfibel.blog.de).

    Erfolgreich war der Abschluss der EU-Reform der Fischereipolitik, auch wenn für einige Bereiche (Subvention, Tiefseeschutz) weiterer Druck nötig ist. Auch das Thema Plastikmüll in den Meeren wird uns weiter beschäftigen. Schutzgebiete in der Antarktis konnten wir noch nicht erreichen, als Mitglied der Antarctic Ocean Alliance sind wir weiter intensiv dran und verbreiten unseren Weddell-Meer-Report. Der EU-Meerestag in Bremen war mit der NGO-Gegenkonferenz eine gute Gelegenheit unser Netzwerk zu den Kollegen zu stärken und wir verfolgen zusammen derzeit aktiv die politische Umsetzung der Meeresrahmenrichtlinie.

    Allen die uns bei den Kampagnen in den letzten Jahren geholfen haben, möchten wir hiermit herzlich danken. Wir vertrauen weiterhin auf Ihre so wichtige Unterstützung – als Mitglied, Fördermitglied oder Sponsor –, damit wir den Vereinsbetrieb, den wir rein ehrenamtlich; unterstützt nur durch zahlreiche Praktikantinnen führen, weiter aufrecht erhalten können. Und machen Sie bitte auch weiterhin Werbung für uns. Umso mehr Menschen uns kennen, desto mehr können wir für den Schutz der Meere erreichen!

    Ihr Dr. Onno Groß
    1. Vorsitzender Deepwave e.V.

    Einladung zur 11. ordentlichen Mitgliederversammlung
    von DEEPWAVE e.V.
    am Freitag, den 6.Februar 2015 um 19:00 Uhr
    ins Restaurant „Gloria“ (Bellealliancestraße 31) in 20259 Hamburg
    ( U2-Bahn Christuskirche)

    Tagesordnung:
    1. Begrüßung
    2. Genehmigung der Tagesordnung
    3. Bericht des Vorstandes und Geschäftsbericht 2013
    4. Bericht des Schatzmeisters und der Kassenprüfer
    5. Entlastung des Vorstandes 2013
    6. Wahl des Schriftführers (Vorstand)
    7. Wahl der Kassenprüfer
    8. Auswertung der Aktivitäten des letzten Jahres, Ausblick auf Aktivitäten in diesem Jahr
    9. Verschiedenes

    Für eine Ergänzung der Tagesordnung bitte ich um Benachrichtigung bis spätestens den 05.02.2015.

    Ich hoffe, Sie bei der Veranstaltung zahlreich begrüßen zu können. Gäste und ehrenamtliche Aktive sind herzlich willkommen!

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Onno Groß
    1. Vorsitzender DEEPWAVE e.V.
    Die Hamburger Meeresschutzorganisation

    DEEPWAVE e.V. ist gemäß Freistellungsbescheid vom 20.04.2012 des Finanzamts Hamburg für Körperschaften wegen Förderung des Umweltschutzes als gemeinnützigen Zwecken dienend anerkannt. Vereinsregister 17656, Amtsgericht Hamburg.

    DEEPWAVE e.V. Telefon: (040) 46 85 62 62

    Lindenallee 72, 20259 Hamburg
    Email: info@deepwave.org
    Konto: Hamburger Sparkasse IBAN DE10 20050550 1208116713

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