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  • Hintergrundgespräch: Europas Meere besser schützen

    beneath festival deepwave

    Einladung zum Hintergrundgespräch

    Wann: Freitag 24. Mai 2013 um 17.00
    Wo: Lichtmess-Kino Hamburg Altona

    „Europas Meere besser schützen!“

    mit

    Europaabgeordnete Ulrike Rodust (SPE)
    Dr. Lars Gutow (AWI)
    Dr. Onno Groß (1. Vorsitzender DEEPWAVE e.V.)

    Moderation Frederic Werner ( Friedrich-Ebert-Stiftung)

    Im Vorfeld der Deutschlandpremiere des Internationalen
    Eintauchen. Abtauchen. Aufwachen.
    Im Lichtmess Kino Hamburg, 24. Mai 2013, 18.00 bis 22.00 Uhr

    Hamburg, 20.Mai 2013. Das Meer ist der älteste Lebensraum der Erde mit einer Vielzahl an faszinierenden Lebewesen, von denen die Mehrzahl noch völlig unbekannt ist. Wir leben von und mit den Meeren. Und doch sind nochviele Menschen zu wenig für die vielfältigen Bedrohungen der Meere und ihrer Bewohner sensibilisiert. Das „Beneath the Waves“-Kurzfilmfestival* zum Schutz der Meere soll diese Situation ändern helfen.

    Das Unwissen zeigt sich derzeit auch bei der aktuellen EU-Debatte der gemeinsamen Reform der Fischereipolitik (GFP). Nach der erfreulichen Abstimmung des Europäischen Parlaments im Februar und einer ersten Gemeinsamen Ausrichtung des Fischereirates geht es derzeit noch um einige strittige Punkte für einen endgültigen Abschluss, darunter
    - Anlandeverpflichtung /Rückwurfverbot
    - nachhaltige Fanggrenzen und Wiederaufbau der Bestände oberhalb des Prinzips des höchstmöglichen Dauerertrags (Maximum Sustainable Yield)
    - Reduzierung der Überkapazitäten
    - Regionalisierung der Entscheidungen

    Der Ministerrat hat sich in manchen Punkten Anfang Mai auf die Position des EP zu bewegt, allerdings ergibt sich, gemessen an der Position des EP und an den Forderungen der NGOs, ein gemischtes Bild von den Ergebnissen des Rates.

    Wer könnte über diesen Prozess besser Auskunft geben als die zuständige Berichterstatterin im EU-Parlament und der Trialog-Verhandlungsführerin Frau Ulrike Rodust (SPD). In einem Hintergrundgespräch wollen wir von Ihr erfahren, ob die Ministerposition im Einklang mit dem Parlament stehen, wie mehr Mut für eine Reform der Fischereipolitik geschaffen werden kann und wie die Bürger sich dabei engagieren und vertreten fühlen können.

    Die Meere sind jedoch nicht nur als Fischfangquelle beachtet, sondern sind auch ein Langzeit-Gedächniss all unserer Verschmutzungen. Darüber wird Dr. Lars Gudow vom Alfred-Wegener –Institut für Polarforschung aktuell in der PK berichten.

    Wenn Sie Intersse haben, bitten wir Sie um eine schriftliche Anmeldung, formlos bei E-Mail an Info@deepwave.org

    Kontakt:
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Onno Groß
    1. Vorsitzender DEEPWAVE. e.V.
    Die Meeresschutzorganisation
    Email: info@deepwave.org
    Web: http//:www.deepwave.org

    NEUE ADRESSE !: Lindenallee 72, D-20359 Hamburg
    Mobil: +49 - (0)179 598 69 69
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    * Hintergrund zur Fischereireform.

    Pressemitteilung Ulrike Rodust zur CFP
    http://www.spd-net-sh.de/rodust/images/user_pages/13-05-15_Fischereirat.pdf

    Erstbewertung des Brüsseler Think Tanks CFP-Reformwatch (in Engl.)
    http://cfp-reformwatch.eu/2013/05/council-agrees-on-new-mandate/

    PM der Ocean2012-Koalition
    http://www.ocean2012.eu/press_releases/113-eu-fischereiminister-beenden-z-he-verhandlungen

    Darstellung der Bundesregierung
    http://www.bmelv.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/2013/144-AI-EU-Fischereireform.html

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    * Hintergrund „Beneath the Waves" Kurzfilmfestival:

    Seit vier Jahren bereits findet das „Beneath the Waves“- Kurzfilmfestival in den USA statt. Weitere Mini- Festivals werden zudem in Ländern überall auf der Welt, wie beispielsweise Island, Japan und Portugal, organisiert. Nun holt eine Gruppe Hamburger Biologiestudenten und Doktoranden das „Beneath the Waves“-Kurzfilmfestival mit Unterstützung der Friedrich-Ebert-Stiftung und DEEPWAVE e.V. zum ersten Mal nach Deutschland, und zwar nach Hamburg!

    Die Filme stammen von jungen Filmemachern, Tauchern, Meeresschützern und Wissenschaftlern und beschäftigen sich mit bedrohten Arten, Meeresverschmutzung, aber auch mit der Vielseitigkeit und Schönheit der Meere. Wir präsentieren eine Auswahl der Filme in drei Themenblöcken und diskutieren mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Nichtregierungsorganisationen über die Ozeane. Wir laden Sie aber auch ein, mit uns in eine wunderbare Welt abzutauchen und die Faszination der Meere zu erleben.

    Vorläufiges Programm:

    18:00 Begrüßung durch die Friedrich-Ebert-Stiftung

    Filmblock 1: Bedrohung Fische
    Podiumsdiskussion: Europaabgeordnete Ulrike Rodust, Dr. Onno Groß, 1. Vorsitzender der Meeresschutzorganisation Deepwave e. V., Dr. Lars Gutow vom Alfred-Wegner-Institut für Meeres- und Polarforschung in Bremerhaven

    Filmblock 2: Verschmutzung Meere
    Nachfragen Dr. Lars Gutow, Alfred-Wegener-Institut

    Filmblock 3: "Wunderbare Unterwasserwelt"
    Nachfragen Dr. Onno Groß, Erster Vorsitzender Deepwave e. V.

    anschließend Ausklang und Gespräche
    Die gesamte Zeit: Informationsstände zum Meeresschutz

    Organisatorisches
    Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei. Eine Anmeldung hilft uns bei der Planung, ist aber nicht Voraussetzung der Teilnahme. Anfangszeit ist 18 Uhr. Es ist jedoch möglich, auch später am Abend jederzeit mit einzusteigen.

    Veranstaltungsort:
    Lichtmeß Kino
    Gaußstraße 25
    22765 Hamburg
    (8 Gehminuten vom Bahnhof Altona)

    Weitere Links:

    http://www.julius-leber-forum.de/veranstaltungen/veranstaltungen/130524_Filmfestival_beneath_the_waves.html

    www.beneaththewavesfilmfest.org.

    www.lichtmess-kino.de/

    Facebook:
    https://www.facebook.com/Abtauchen.Filmfest

    Kontakt:
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Onno Groß
    1. Vorsitzender DEEPWAVE. e.V.
    Die Meeresschutzorganisation
    Email: info@deepwave.org
    Web: http//:www.deepwave.org

    NEUE ADRESSE !: Lindenallee 72, D-20359 Hamburg
    Mobil: +49 - (0)179 598 69 69

  • Ranga Yogeshwar erhält Meerespreis 2013

    2013_Meerespreis_RYogeshwar

    Prof. Mojib Latif (li.), GEOMAR-Direktor Prof. Peter Herzig (2.v.l.), Moderatorin Annika de Buhr, GEOMAR Verwaltungsdirektor Michael Wagner (2.v.r) und Christian Maaß von der Deutschen Bank (re.) gratulieren dem Preisträger Ranga Yogeshwar. Foto: J. Steffen, GEOMAR

    Ranga Yogeshwar erhält Meerespreis 2013
    Bekannter Wissenschaftsjournalist wird am Kieler GEOMAR geehr

    21.05.2013/Kiel. Neues entdecken, verstehen und auch komplizierte Dinge einfach erklären, das ist das Metier des Physikers und Wissenschaftsjournalisten Ranga Yogeshwar. So vermittelt er auch komplexe wissenschaftliche Sachverhalte einer breiten Öffentlichkeit. In Anerkennung dieser besonderen Leistungen wird ihm vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und der Deutschen Bank der diesjährige Meerespreis verliehen. Ranga Yogeshwar erhält die mit 10.000 Euro dotierte, von der Deutschen Bank gestiftete Auszeichnung im Rahmen einer Festveranstaltung am 21. Mai in Gegenwart des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Torsten Albig. Die Laudatio hält der international renommierte Klimaforscher Professor Mojib Latif.

    September 2011, Fjord vor Trondheim, 200 Meter Tiefe. Fasziniert blickt Ranga Yogeshwar aus dem großen Frontfenster des Tauchbootes JAGO. Vor ihm liegt die für ihn bisher unbekannte Welt der Kaltwasserkorallen. Filigrane Korallenstöcke von weiß bis rot erstrahlen im Scheinwerferlicht des Unterwasserfahrzeugs des GEOMAR. Die Eindrücke, die er auf seinem Tauchgang sammeln konnte, präsentierte Ranga Yogeshwar in seiner Fernsehsendung „Quarks & Co“.

    In seinen Fernsehbeiträgen, zu denen auch „Die große Show der Naturwunder“ gehört, beleuchtet er naturwissenschaftliche Themen aus verschiedensten, teils ungewöhnlichen Blickwinkeln und vermittelt die zum Teil komplexen Zusammenhänge einem breiten Publikum auf verständliche Weise. In Anerkennung seiner Leistungen auf dem Gebiet der Wissenschaftskommunikation erhält er deshalb vom GEOMAR und der Deutschen Bank den Meerespreis 2013. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert und wird von der Deutschen Bank gestiftet.

    „Ranga Yogeshwar hat eine ungewöhnliche Gabe. Als Physiker bringt er zum einen die Fähigkeit mit, komplexe Sachverhalte zu verstehen. Zum anderen ist er, anders als viele Wissenschaftler, in der Lage, diese mit einfachen Worten und Beispielen zu erklären“, sagt Professor Peter Herzig, Direktor des GEOMAR. „Gerade im Bereich der Meeresforschung erfahren wir jeden Tag wieder, dass physikalische, chemische, biologische und geologische Prozesse eng miteinander verknüpft sind. Diese zu durchdringen, stellt bereits eine große Herausforderung dar. Ranga Yogeshwar geht hier noch einen Schritt weiter und übersetzt diese Zusammenhänge in verständliche Sprache. Für diese außergewöhnliche Leistung verleihen wir ihm mit großer Freude den diesjährigen Meerespreis“, so Herzig weiter.

    In seinem Grußwort unterstreicht der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Torsten Albig die Bedeutung der Meeresforschung für Schleswig-Holstein und die Notwendigkeit, wissenschaftliche Ergebnisse in verständlicher Form der Öffentlichkeit zu vermitteln. „Ranga Yogeshwar macht uns klüger und schafft es dabei, Wissen spannend und unterhaltsam zu vermitteln. Es ist enorm wichtig, möglichst viele Menschen für die Schutzwürdigkeit der Meere zu sensibilisieren“, so Albig.

    Der bekannte Klimaforscher Professor Mojib Latif hebt in seiner Laudatio ferner Yogeshwars Bestreben hervor, immer wieder eindringlich und gleichzeitig verständlich, aber stets exakt in der wissenschaftlichen Beweisführung, auf die Folgen von Umweltveränderungen im größten Ökosystem der Erde, dem Meer, hinzuweisen. „Das ist äußerst schwierig, aber von elementarer Bedeutung, denn wir müssen diesen Planeten auch für künftige Generationen in einem lebenswerten Zustand erhalten“, sagt Professor Latif.

    Für die Deutsche Bank würdigte Thorsten Frahm, verantwortlich für die Geschäftskunden der Deutschen Bank in Hamburg und Schleswig-Holstein, den Preisträger. „Ranga Yogeshwar begeistert gerade auch viele junge Menschen für die spannende Welt der Wissenschaft. Mit seinem beeindruckenden kommunikativen Talent und persönlichen Engagement führt er uns immer wieder vor Augen, wie wertvoll und gleichzeitig gefährdet die Meere sind. Wir freuen uns sehr, als Deutsche Bank nun zum fünften Mal den Meerespreis stiften zu können.“

    Die Preisverleihung findet im festlichen Rahmen mit rund 300 Gästen am Kieler GEOMAR statt. Die bekannte TV-Moderatorin Annika de Buhr führt durch ein abwechslungsreiches 1 ½ stündiges Programm. „Die Verleihung des Meerespreises ist für uns immer ein ganz besonderes Ereignis, bei dem wir nicht nur einen herausragenden Preisträger ehren, sondern auch ein attraktives Rahmenprogramm für unsere Gäste anbieten“, erläutert Professor Herzig. „Der Meerespreis hat in den vergangenen Jahren zunehmende Bedeutung erlangt und ist damit zur wichtigsten Auszeichnung auf dem Gebiet der Meeresforschung in Deutschland geworden.“

    Hintergrundinformation:

    Der GEOMAR – Deutsche Bank Meerespreis:

    Der Preis wird seit 2009 jährlich an Persönlichkeiten vergeben, die sich besonders um die Meeresforschung und die Vermittlung von „Meer-Wissen“ verdient gemacht haben. Er ist mit 10.000 Euro dotiert. Die bisherigen Preisträger sind der Klimaforscher Prof. Dr. Mojib Latif, die Meeresbiologin Prof. Dr. Karin Lochte, der Bestsellerautor Frank Schätzing und seine Exzellenz, der Premierminister der Republik Kap Verden, José Maria Neves.

    Ranga Yogeshwar wurde 1959 in Luxemburg als Sohn eines indischen Ingenieurs und einer luxemburgischen Künstlerin geboren. Seine frühe Kindheit verbrachte er überwiegend in Indien. Nach dem dortigen Grundschulbesuch folgte später das Abitur in Luxemburg. Ranga Yogeshwar studierte Physik („Experimentelle Elementarteilchenphysik und Astrophysik“) an der RWTH Aachen und arbeitete am Schweizer Institut für Nuklearforschung (SIN), am CERN in Genf sowie am Forschungszentrum Jülich.
Der Physiker kam 1987 als Redakteur zum Westdeutschen Rundfunk Köln und leitete mehrere Jahre die Programmgruppe Wissenschaft. Seit 2008 arbeitet er als unabhängiger Journalist und Autor. Yogeshwar hat zahlreiche TV-Sendungen entwickelt, produziert und moderiert und zählt zu den bekanntesten Wissenschaftsjournalisten in Deutschland. Seine Bücher sind Bestseller und wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Ranga Yogeshwar ist Vater von 4 Kindern und lebt mit seiner Familie in der Nähe von Köln. (Text von www.yogeshwar.de/)

    Links:

    www.geomar.de GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel.

    www.yogeshwar.de/ Ranga Yogeshwar

  • Gehört pumpenden Weichkorallen die Zukunft in Riffen?

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    Gehört pumpenden Weichkorallen die Zukunft in Riffen?

    In vielen tropischen Korallenriffen haben Forscher des ZMT eine interessante Entdeckung gemacht: Weichkorallen der Familie Xeniidae, die sogenannten Straußenkorallen, breiten sich immer mehr aus. Eine Besonderheit dieser sesshaften Tiere sind ihre pulsierenden Bewegungen – liegt darin der Schlüssel ihres Erfolgs?

    Wie Vogelflügel öffnen und schließen sich die gefiederten Polypententakeln der Straußenkorallen. Diese Weichkorallen führen pulsierende Bewegungen aus – eine Seltenheit bei sesshaften Meeresorganismen. Lange war unbekannt, welchen Zweck das unermüdliche Pulsieren erfüllen soll – es kostet ja vor allem Energie!

    Kürzlich publizierte ein israelisches Forscherteam der Universität in Jerusalem erste Erkenntnisse zu diesen Bewegungen in der renommierten Zeitschrift PNAS (Proceedings of the National Academy of Sciences USA). Riffökologen des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenökologie – ZMT haben jetzt in PNAS dazu Stellung genommen und ordnen diese Ergebnisse in einen breiteren ökologischen Kontext ein. Dabei kommen sie zu einer erstaunlichen Prognose, wie tropische Korallenriffe sich in der Zukunft entwickeln könnten.

    Für Straußenkorallen beschreiben die israelischen Forscher zwei wesentliche Vorteile des Pulsierens. Mit Hilfe ihrer symbiotischen Algen betreiben tropische Korallen Photosynthese, um Energie zu gewinnen. Hierbei wird Sauerstoff produziert, der durch das Pulsieren effektiv aus dem Korallengewebe abtransportiert wird - seine Anreicherung würde die CO2-Fixierung hemmen. Die Bewegungen führen auch dazu, dass Nährstoffe im Wasser besser an alle Polypen verteilt werden. Nach Berechnungen der israelischen Forscher beträgt der Aufwand für das Pulsieren maximal 56% der gewonnenen Energie. Das ist eine ökonomisch sinnvolle Investition.

    Zum Vergleich zogen die Bremer Korallenriffökologen Christian Wild und Malik Naumann zwei weitere Organismen heran, die ebenfalls am Meeresboden leben und pumpende oder kontrahierende Körperbewegungen zeigen: die Mangrovenqualle Cassiopeia und eine Einzellerkolonie. Allen gemeinsam ist die Symbiose mit Mikroorganismen. Dabei kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass die aktiven Körperbewegungen bei allen drei Organismen erhebliche Vorteile für Stoffwechsel und Nahrungsversorgung bringen - und letztendlich das Wachstum kräftig ankurbeln.

    Noch ein weiterer Effekt des Pulsierens könnte von großer Bedeutung sein: Bei der Photosynthese entstehen auch freie Sauerstoffradikale. Für den Stoffwechsel der Korallen sind diese sehr schädlich. Im Zuge der Ozeanerwärmung führen sie dazu, dass Korallen ihre symbiotischen Algen entlassen, bleichen und häufig absterben. Durch die Körperbewegungen werden jedoch auch diese Radikale vermutlich besser abtransportiert. Die Bremer Forscher halten es für sehr wahrscheinlich, dass pulsierende Weichkorallen daher gegenüber der Korallenbleiche besonders widerstandsfähig sind.

    Robustheit und günstige Energiebilanz verschaffen den pulsierenden Weichkorallen einen erheblichen Konkurrenzvorteil im Riff. „Weltweit kann man in Korallenriffen inzwischen häufig einen Übergang von Steinkorallen, die bisher dominierten, zu Weichkorallen feststellen“ berichtet Christian Wild. „Steinkorallen sind jedoch wichtige Ökosystemingenieure, die das Funktionieren des gesamten Riffs über die Produktion von Kalk und die Abgabe von organischen Substanzen wie Zucker und Schleime steuern“. Die Bremer Forscher befürchten, dass Stoffkreisläufe im Riff entscheidend verändert werden könnten, mit negativen Folgen für die wertvollen Eigenschaften von Korallenriffen.

    Publiziert in:
    Wild C., Naumann M.S. (2013) Effect of active water movement on energy and nutrient acquisition in coral reef-associated benthic organisms.
    Proceedings of the National Academy of Sciences USA

    http://www.zmt-bremen.de/15.5.13.html

  • EU-Fischereiminister beenden zähe Verhandlungen über eine Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik

    EU-Fischereiminister beenden zähe Verhandlungen über eine Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik

    Am Morgen endete eine zweitägige Sitzung der Fischereiminister der Europäischen Union zur Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP). Auf der Tagesordnung stand die Überarbeitung des Mandats der irischen Ratspräsidentschaft für den Abschluss von Verhandlungen über die GFP-Reform mit dem Europäischen Parlament. Bezüglich einer Reihe wichtiger Veränderungen wurde eine Einigung erzielt. Nur manche der Beschlüsse zielen in die richtige Richtung, andere stellen im Vergleich zur bisherigen Haltung des Rates einen Rückschritt dar.

    "Wir sehen, dass der Rat der Fischereiminister mit der Forderung nach einer Wiederherstellung der Fischbestände einen Schritt in die richtige Richtung gemacht hat", so die deutsche OCEAN2012-Koordinatorin Nina Wolff von der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH). "Allerdings haben die Minister kein konkretes Zieldatum vereinbart, bis zu dem die Fischbestände wiederhergestellt sein müssen. Dies erschwert die Festlegung von Fanggrenzen zur unverzüglichen Wiederherstellung der europäischen Fischbestände. Wir begrüßen die Entscheidung, die Vergabe von EU-Subventionen für Fischereiflotten davon abhängig zu machen, inwieweit die Mitgliedstaaten ihren Meldepflichten über die Flottenkapazitäten nachkommen. Jedoch wurde der vorgeschlagene Text im Vergleich zum Entwurf des Standpunkt des Rates zum geplanten Europäischen Meeres- und Fischereifonds abgeschwächt."

    Millionen europäischer Bürger unterstützen die Reform der GFP. Sie drängen auf ein Ende des Missbrauchs von Steuergeldern und fordern Verbesserungen bei der Durchsetzung von Vorschriften und der Überwachung von Fischereitätigkeiten. Im Februar hatte sich das Europäische Parlament mit überwältigender Mehrheit für eine weitreichende Reform der GFP ausgesprochen, die eine unverzügliche Wiederherstellung der Fischbestände vorsieht. Die EU-Fischereiminister haben die Position des Parlaments abgelehnt und ringen seither darum, sich mit dem Parlament auf eine Kompromisshaltung zu einigen.

    Pressekontakt:

    Dr. Nina Wolff, Projektleiterin Meeresschutz Deutsche Umwelthilfe
    e.V. (DUH) und OCEAN2012 Koordinatorin Deutschland
    Mobil: 0170 8127346, E-Mail: wolff@duh.de

    Dr. Onno Groß, Deepwave 0179 498 69 69

  • Bundesumweltminister Altmaier setzt sich für Schutz der Schweinswale ein

    Bundesumweltminister Peter Altmaier setzt sich für Schutz der Schweinswale
    ein

    Am Samstag informierte er sich bei einem Besuch im Ozeaneum in Stralsund über die Arbeit der Wissenschaftler, die dort den Bestand der Ostsee-Schweinswale erforschen. Diese Forschung ist die Grundlage dafür, Schweinswale effektiv schützen zu können – unter anderem vor der Schallbelastung, die beim Bau von Offshore-Windkraftanlagen entsteht.

    „Der Schutz der Schweinswale liegt mir besonders am Herzen“, sagte Altmaier. „Eine erfolgreiche Energiewende gelingt nur im Einklang mit der Natur. Ich will mich dafür einsetzen, beiden Zielen gerecht zu werden: einer erneuerbaren Energieversorgung und dem Schutz der Tiere. Was den Ostsee-Schweinswal angeht, brauchen wir dringend mehr Informationen.Wir müssen wissen, wo sich die Schweinswale in welcher Lebensphaseaufhalten, um sie effektiv schützen zu können. Darum ist die Arbeit der Forscher in Stralsund so wichtig.“

    Die Schweinswale sind nicht nur von der Schallbelastung durch den Bau von Offshore-Windparks potentiell betroffen. Auch die im Ostseeraum immer noch verbreiteten Stellnetze gefährden den Bestand.

    Schweinswale sind in der Roten Liste Deutschland als stark gefährdet eingestuft. Während ihr Bestand in der Nordsee als gut erforscht gilt, liegen über die Population der Ostsee-Schweinswale bisher kaum belastbare Erkenntnisse vor.

    Die Meeresforscher in Stralsund arbeiten daran, das zu ändern: Im sogenannten SAMBAH-Projekt, das von der Bundesregierung finanziert wird, erforschen sie gemeinsam mit allen EU-Ländern rund um die Ostsee den Bestand der Ostseeschweinswal-Population. Seit Mai 2011 werden die Klicklaute der Wale mit Unterwasser-Detektoren aufgezeichnet. Ziel ist,herauszufinden, wo die Schweinswale sich zu welcher Jahreszeit aufhalten und wo sie daher besonders vor menschlichen Aktivitäten geschützt werden müssen. Die Datensammlung steht kurz vor dem Abschluss.

    Weitere Informationen:
    http://www.bmu.de/naturschutz

  • Colgate-Palmolive, L’Oreal and Beiersdorf halt use of micro beads

    Plasticsoup-Deepwave

    Colgate-Palmolive, L’Oreal and Beiersdorf halt use of micro beads

    Bead the Micro Bead campaign brings worldwide cosmetics industry to its knees

    Amsterdam, 7 May, 2013 - Unilever led the way at the end of 2012 by eliminating micro beads from its personal care products and now Colgate-Palmolive, Beiersdorf and L’Oreal are following suit. The announcement was made during the RTL News Programme of 6 May.

    From the shower drain to the sea

    Scientists are increasingly worried about these microscopic pieces of plastic. The plastic particles flow down the shower drain to water treatment plants via the sewer. As they are so small, they pass through the treatment plants and end up in the sea. That is precisely where they do not belong, according to the 25 NGOs that have joined the Beat The Bead campaign, started by the PSF and the North Sea Foundation.

    Maria Westerbos of the Plastic Soup Foundation: "This is incredibly encouraging, although we are disappointed neither Beiersdorf nor L'Oreal have provided a phase out date for the micro beads."
    Jeroen Dagevos of the North Sea Foundation: "That is why their products will for the moment keep their code red status in our database and on the Warning, Plastics Inside App, available free for iPads and iPhones. Colgate-Palmolive will immediately go to Orange; the company has indicated the products will go plastic free in Europe by end 2013 and worldwide in 2014."
    Westerbos: "The last to hold on tight and to persistently keep polluting our waters, are Procter & Gamble, and Johnson and Johnson. We are very curious to see when they will finally understand. No consumer in the world wants to brush their teeth or wash their hair with plastic."

    The Netherlands leading the way

    In 2012, a number of retail chains in the Netherlands decided to stop adding micro beads to their personal care products. The HEMA and Trekpleister went into action: in mid-2013, all their personal care products and cosmetics are free of micro beads. De Tuinen also came on board: the chain has virtually stopped selling any product containing micro plastics. Taking it even further, De Tuinen will from 1 June 2013 refuse to trade with any supplier that has plastic in any of its products.
    Remark brands Zarqa, Vogue and Therme are also now plastic-free. Kruidvat has also held true to its promise: its new, micro plastic free products will go on sale towards the end of 2013. Etos will take more time: the chain is expected to start selling its first micro bead plastic products only towards the end of 2013. The Body Shop, part of the L’Oreal Group, most recently also joined, promising it will act “better” soon.

    On the Political Front

    The Netherlands is also leading on the political front, with government discussing micro beads. Two weeks ago, Dutch state secretary Wilma said she would call on the European Commission to ban the use of plastics in personal care products.

    The Plastic Soup Foundation wants to stop the continuing pollution of the oceans with plastics, on a national and international level. The PSF wants to strongly promote its message so that no more plastic ends up in the seas. For more information, please go to: http://plasticsoupfoundation.org/

    The North Sea Foundation (SDN) is the nature and environmental organization dedicated to the sustainable use of the North Sea. The organization strives for a healthy sea full of porpoises, fish and other life. SDN is focused on a number of themes: the protection of nature, sustainable fisheries (VISwijzer), clean shipping, waste-free North Sea & Beaches (Coastwatch & MyBeach) and spatial planning. More information can be found at: http://www.noordzee.nl/.
    http://www.noordzee.nl/.

    More information for the press:

    Plastic Soup Foundation
Maria Westerbos – chairman

    Tel 06-51 090 691

    Email maria@plasticsoupfoundation.org

    The North Sea Foundation
Jeroen Dagevos

    Tel 06-43 727 880

    Email j.dagevos@noordzee.nl

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